Malta

 

Ein erstaunlich moderner und freundlicher Flughafen erwartet einem, wenn man in Luqa auf dem Airport ganz in der Nähe der Hauptstadt Valetta gelandet ist. Auf der Fahrt vom Airport zu dem kleinen Städtchen Mellieha sieht man gleich nach Beginn ein McDonnald – Restaurant, nicht das einzigste vom amerikanischen Einfluss auf diese Insel.

Auf der Insel werden schöne weiße Sandsteine gebrochen, die den meisten Bewohnern in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart als Baumaterial zu ihren Häusern dienen. Die Häuser sehen dementsprechend schön aus, es sind oft kleine Villen mit Balkonen, die Sandsteinsäulen - Geländer haben. Das subtropische Klima ermöglicht den sinnvollen Pool im Garten. Nicht zu vergessen die modernen oft getönten Fenster mit sauberen Messingrahmen.

Die Vegetation auf der Insel ist karg. Die Felder sind oft mit Bruchsteinen abgegrenzt. Da es keine Flüsse gibt, müssen die Felder bewässert werden. Oft werden Steinbecken gebaut, die das Regenwasser auffangen und speichern. Eine Windmühle treibt eine Pumpe an, die das Wasser über Röhren und Schläuche auf die Felder bringt.

In den Bergen sehe ich einen Mann, der auf Steinsäulen, die sein kleines Feld begrenzen, winzige Käfige mit Singvögeln aufstellt. In jedem Käfig ist ein kleiner Futternapf und ein Napf mit Wasser. Man sagt mir später, dass er vielleicht verrückt war, denn es gibt keine Tradition in Malta, die besagt, dass man so etwas tun sollte.

Im Südwesten der Insel gibt es die Filmstadt Popeye – Villege. Leider ist die Stadt schon etwas älter, so dass die Holzelemente schon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen sind, aber es ist noch immer ein schöner Anblick in der wunderbaren Bucht. Man kann natürlich in einige Häuser hinein, so schlimm sind sie noch nicht verfallen. In der Nähe, die Klippen sind ungeschützt und wohl gefährlicher, denn wenn man schon nicht über den Rand springt oder rutscht, so kann es dennoch passieren, dass die ganze Klippe abrutscht und bricht, denn oft sind sie durch Erosion verwittert und ausgehöhlt. Die Gefahr steht im Widerspruch zu den schonen Buchten mit dem klaren Wasser, was man stundenlang betrachten könnte.

In Valetta, der Hauptstadt von Malta fällen jedem Tourist mit Sicherheit die gewaltigen Befestigungsanlagen auf, die in früheren Zeiten mit Sicherheit vielen Gegnern der Insel das Erobern unmöglich gemacht hat. Die Altstadt ist mit historischen Bauten, die sehr schön erhalten und schön anzusehen sind, geradezu überhäuft. 

Nur wenn man gut zu Fuß ist, kann man die Nachbarbucht bei Slima und die am gegenüberliegenden Ufer liegende Städte Vittoriosa und Senglea erlaufen. Dafür lohnt es sich, denn was man dabei zu sehen bekommt, vergisst man nicht soleicht. 

Zwei schöne Sandstrände hat Malta, der eine ist in der Mellieha-Bucht zu finden, der andere an der gegenüberliegenden Küste im Süden, die Golden Bay. Aber auch der Jachthafen in Msida bei St. Julians bzw. Sliema oder die anderen steinigen Küstenstreifen sind sehr sehenswert und entflammen in mir die Sehnsucht nach dem Meer. In den Städten findet man hauptsächlich Befestigungsmauern, die in der Vergangenheit oft den vielen Feinden Maltas trotzen mussten, oder waren es nur die Feinde des Ritterordens? Wohl kaum, denn auch früher wechselte die Herrschaft Maltas schon durch Eroberungen. Die hauptsächlich aus der christlichen Welt beeinflussten Städte Maltas stehen im Gegensatz zu Rabat mit Mdina, der leisen Stadt, die mit ihren engen Gassen eindeutige arabische Prägung besitzt und sehr sehenswert ist.

Natürlich lohnt sich auch ein Besuch der Nachbarinsel Gozo. Man kann mit einer Fähre unweit von Mellieha oder auch von Sliema oder Valetta aus nach Gozo fahren. Einen Helicopter – Transport gibt es auch. Ich sehe mir nur den Fährhafen an und fahre in die Inselhauptstadt Vittoria. Die Vegetation ist auf Gozo etwa gleich dürftig. An der kleinen Insel Comino fahre ich nur mit der Fähre vorbei, denn leider fehlt mir die Zeit, mir alles anzusehen.

Mein Hotel in Mellieha ist der Pergola Holiday Complex. Es ist ein sehr schönes und angenehmes Hotel. Man bekommt jeden Tag mit dem Roomservice Kaffee ins Zimmer gestellt. Es gibt genügend Pools geschützt und sauber, eine Sauna mit beheizten Pool, einen Kraftraum und ein gutes Restaurant sowie eine Snackbar. Die Hotelzimmer haben Kühlschrank, Fernseher mit der Möglichkeit auch die "Deutsche Welle" zu sehen, Radio mit Wecker, einen Schreibtisch, einen Balkon oder eine Terrasse, ein Badezimmer und eine Klimaanlage. Die ganze Hotelanlage ist mit Mamor und sauberen Fließen ausgelegt. Man hat das Gefühl der Sauberkeit ohne dem Beigeschmack der Kühle.

Viel zu schnell ist so ein Urlaub zuende...

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letzte Änderung am: Sonntag, 13. Februar 2000