Katowice, Krakau, Auschwitz (Polen)
Nachdem wir die ganze Nacht hindurch gefahren sind, kommen wir gegen halb Neun morgens in Katowice an. Die Jugendtouristische Reise ist billig und meine Freundin und ich, wir können uns dies leisten, obwohl wir noch Schüler sind.
In der Nacht haben wir wenig oder gar nicht geschlafen, zumindest die meisten.
Unser Jugendhotel liegt in einem Park und ist gegen meinen letzten Zelturlaub der reinste Luxus, vielleicht auch eines der ersten Hotels, in denen ich übernachte. Wir hoffen beide, meine Freundin und ich, dass wir ein Zimmer für uns beide zusammen bekommen können.
Wir haben Glück, denn im Normalfall wäre es kaum möglich gewesen, wegen des Mangels an jugendlichen Ehepaaren. Zum Mittagessen gibt es dann Kartoffeln und Schnitzel. Es folgt ein kleiner Spaziergang, bei welchem die anderen die Bemerkung uns gegenüber fallen lassen: "Da kommen ja die Unzertrennlichen!"
Der darauffolgende Planetariumsbesuch hat mich stark beeindruckt, besonders die Sitzlage und die Musik von J. Michelle Jarre.
Wir schicken ein paar Ansichtskarten in Richtung Heimat und schon
ist wieder Abendbrotzeit. Im Anschluss überreden wir
uns zu einem Abendspaziergang nach Rochow.
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Am nächsten Morgen überrascht mich zum Frühstück eine einfach phantastische Leberpastete, auf die ich mich alle darauffolgenden Tage freue. Auch die anschließende Stadtrundfahrt Rochow-Katowice ist nicht zu verachten. |
Nachmittag fahren wir
dann nach Krakow und ich bin begeistert vom Alter und von den
Gebäuden dieser Stadt.
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An der Stadtmauer hängt alles voller Bilder, die die Maler zum Kauf anbieten. Ich kann mich gar nicht losreisen und mache viele Fotos. |
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Die Altstadt ist voller Tauben und der Flohmarkt beeindruckt durch seine Vielfalt. Wir kaufen uns Gläser für unseren gemeinsamen Hausstand. | ![]() |
| Am nächsten Morgen fahren wir gleich nach dem Frühstück nach Auschwitz und sehen uns das Mahnmahl der schrecklichen Vergangenheit an. Es gibt keinen unter uns, der nicht wirklich erschüttert ist. Hochspannungszäune, Lagerbaracken und von Haaren bis Kinderspielzeug der in den todgetriebenen Menschen hinter Glas. | ![]() |
Nach dem Mittagessen in einem netten Restaurant fahren wir zurück nach Katowice und machen einen Stadtbummel. Wir kaufen ein Saftservice, einen Gürtel, eine Pyramide, ein Oktaeder (logische Puzzle) und Haarspangen für die ziemlich langen Haare meiner Freundin.
Am darauffolgenden Tag schlafen wir nach dem Frühstück
gleich weiter, da es ohnehin regnet. Nach Suppe, Kartoffeln und
Klopsen geht es am Nachmittag in den Tierpark. Danach erwartet uns
ein Freundschaftstreffen in Jennowitz mit Disko, Kesselgoulasch
und dem Austausch von Geschenken. Auf der Rückfahrt nach
Katowice um Mitternacht, wird im Bus gesungen und gelacht. Ich
singe und lache nicht mit; manchmal denke ich nach und nichts kann mich
erreichen.
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Am nächsten Tag besuchen wir nach dem Frühstück gegen 10 Uhr einen ethnographischen Park und gehen danach in den Lunapark, einer Art Rummel, mit Dinosauriern aus Stein. |
Wir fahren mit der Seilbahn über den Park und mir ist gar nicht geheuer, wenn das Seil reißt, würden wir bei einem Sturz mit Sicherheit schwere Verletzungen erleiden. Natürlich geht alles gut und wir können gesund nach Hause abreisen.
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letzte Änderung am: Sonntag, 13. Februar 2000